Monday, August 6, 2012

Buddhismus und Politik







Fragen: Sollten sich budhistische Mönche politisch engagieren?

Antworten: Burma hat eine lange Geschichte von Mönchen, die sich politisch engagieren, wenn es um das Wohl der Menschen geht. Denn jeden Tag essen wir Mönche Mahlzeiten, die gespendet werden von einer Bevölkerung, die zum Großteil in Armut und Unterdrückung lebt.
Sicher wir buddhistischen Mönche sollten nicht an etwas oder jemanden anhaften. Aber wir leben nicht in völliger Isolation. Wir Mönche leben in Kontakt mit den anderen Mitgliedern der Gesellschaft. Begeht nun jemand irgendwelche Taten, die den Frieden und die Harmonie der Gesellschaft stören, wie können wir dann Frieden und Harmonie in uns selbst haben?

Wie ihr vielleicht wisst bin ich kein Polikiter, kein politischer Wiederstandskämpfer, wir Mönche bevorzugen keine bestimmte Gruppe, Seite oder Partei. Wir wollen keine Macht. Wir wünschen uns Frieden und Freiheit für die Bevölkerung um ihr Leiden zu verringern. Weißt Du, Politik ist nicht dreckig, Politik kann nicht dreckig sein, nur Politiker können dreckig sein. Ich denke Politik ist sehr einfach, nur Politiker sind kompliziert und komplex. Ich denke bei Politik geht es darum wie wir als menschliche Wesen zusammenleben.
 Fragen: Welche Beziehung besteht zwischen Politik, Demokratie und dem Dhamma?
Antworten: 
Die Lehren des Buddha, bekannt als Buddhismus in westlichen Ländern, heißt auf Pali Dahmma. Seine Lehren sind nicht für spezielle Personen oder eine bestimmte Gruppe, jeder sollte ihnen im täglichen Leben folgen. Wie also könnten Politik und der Dhamma je getrennt betrachtet werden. Ist echte demokratische Politik ohne Dhamma, im weitesten Sinne, überhaupt möglich? Ich sehe beides als Einheit. In meinen Augen haben wir die Lehren des Buddha nie mehr gebraucht als heute, in unserem so politischen Zeitalter. Die Negierung der Buddhalehre ist einer der Hauptquelle von Problemen der heutigen Zeit. Außerdem sollten Religion oder Politik nicht dazu benutzt werden, die Menschen zu betrügen.

Nachdem Siddharta zum Buddha geworden war, gab er sein kostbares Leben dazu her, der Menschheit zu dienen ohne irgendwelche persönlichen Motive dabei zu verfolgen. In der pazifistischen Bewegung gilt Buddha daher als  großer Pionier. Er ist ein großer Wohltäter der Menschheit. Er hat nicht nur Gewaltlosigkeit und Frieden gelehrt. Er hat sie auch persönlich durchgesetzt, als er in die Außeinandersetzung zwischen den Sakyas und den Kolyas, über den Wassern des Rohini, eingriff.
So wie in den Zeiten des Buddha, gibt es auch heute noch regierende, die ihre Länder ungerecht regieren. Der Buddha hat von 10 Regeln für die Könige gesprochen. Natürlich muss das Wort Könige, heutzutage durch das Wort Regierungen ersetzt werden. Obwohl der Buddha weit über den weltlichen Dingen stand, gab er Ratschläge wie man gut regieren könne. Die Institution die der Buddha eingeführt hat war die Sangha oder monastische Gemeinschaft die zum größten Teil demokratisch aufgebaut war. In dieser Gesellschaft waren alle gleichwertig, unabhängig von ihrem sozialen Status oder ihrer Zugehörigkeit zur jeweiligen Kaste. Der einzige Unterschied im Status hing von der dauer der Ordenszugehörigkeit der Mitglieder ab. Individuelle Berfreihung oder Erleuchtung wurde durch individuelles praktizieren von Meditation erreicht.
Die Sangha oder Monastische Gemeinschaft hat eine höchst demokratische Konstitution. Buddha war nur eines unter vielen Sangha Mitgliedern. Er zählte höchstens so viel wie ein Premierminister unter den Mitgliedern eines Kabinett. Er war kein Diktator. Zeimal bevor er starb wurde er gebeten, jemanden als Führer der Sangha zu bestimmen um diese zu leiten. Aber er lehnte jedes Mal ab und sagte, dass der Dhamma oder seine Lehre die oberste Leitung der Sangha sei. Er wollte selbst kein Diktator sein und er wollte auch keinen bestimmen. Die Lehre des Buddha ist es nicht, andere dazu zu bewegen, Dinge zu tun, die sie nicht wollen, auch wenn es gut für sie wäre. Buddhismus ist eine demokratische Bewegung, für die Demokratie in Religion, Gesellschaft und Politik äußerst wichtig ist. Eigentlich könnte man sogar sagen, dass Buddhas lehren demokratischer sind als die demokratischen Systeme selbst.
             Übersetzt von Martina Mück
 

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